Ausgangslage
Das Grundstück Kat. Nr. 9053, Breitistrasse 25 am Ortsausgang von Wet-zikon Richtung Pfäffikon ist von einem Konglomerat unterschiedlichster Bauten und Anlagen älteren Jahrgangs besetzt und baulich stark unternutzt. Auf dem Areal befinden sich das Wohnhaus des verstorbenen Firmengrün-ders, industrielle Unternehmungen (z.B. Strassenbauunternehmen), Gewer-bebetriebe (z.B. Autoreparaturwerkstatt, Autospritzwerk) und Dienstleis-tungsbetriebe (z.B. Fitnesszentrum). Diese unterschiedlichsten Nutzungen haben an den Standort sehr divergierende Ansprüche und beeinträchtigen sich teilweise gegenseitig und die angrenzende Wohnüberbauung.

Planungsverfahren (alle Details ->Testplanung Programm 06 Arbeitspapier Website)
Die Eigentümerin, die Jules Egli AG beabsichtigt, das Areal von Grund auf zu erneuern und aufzuwerten sowie baulich massgeblich zu verdichten. Auch soll ein massgeblicher Anteil des Bauvolumens für Wohnen zur Verfü-gung gestellt werden können.
Zur Klärung einerseits der künftigen baulichen und nutzungsmässigen Ge-bietsentwicklung und andererseits der weiteren Planungsschritte wird ein kooperatives Planungsverfahren in Form einer begleiteten Testplanung mit verschiedenen Teams durchgeführt.

Warum eine Testplanung?
Für schwierige Planungsaufgaben, deren Lösung für den betroffenen Raum von strategischer Bedeutung sind, hat sich die Methode der Testplanung bewährt, bei der verschiedene Teams in einem offenen und kooperativen Verfahren nach Lösungen suchen.
Testplanungen (oder auch Studienaufträge) sind informelle Planungsverfah-ren und stehen am Anfang der Lösungssuche. Mit dieser Methode können zentrale Fragen erkundet, neue Sichtweisen gewonnen und Argumente und Empfehlungen für das weitere Vorgehen hergeleitet werden. Damit sind Testplanungen Vorstufen für klassische Planungswettbewerbe, Richt- oder Nutzungsplanungen.
Die Testplanung beinhaltet eine Startwerkstatt, eine Zwischenwerkstatt so-wie eine Schlusswerkstatt und dauert rund ein halbes Jahr. Die Erkenntnis-se werden in einem Synthesebericht zusammengefasst. Mögliche Vertie-fungen oder konkrete Projektentwicklungen können daraus folgen, sind aber zur Zeit nicht vorgesehen.

Der Zürcher Oberländer vom 23.06.2014

 

«Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füsse»
(Martin Walser)